Projekte in Frankfurt am Main

Eine Auswahl an Projekten zur Elektromobilität in Frankfurt am Main:​

Elektromobilität: kostenloses Erstberatungsangebot im Nachhaltigen Gewerbegebiet Fechenheim-Nord/Seckbach

Die Wirtschaftsförderung Frankfurt hat zwölf Unternehmen im Nachhaltigen Gewerbegebiet Fechenheim-Nord/Seckbach bei der Einführung von Elektromobilität in der alltäglichen Anwendung unterstützt.

Im Kampf gegen den Klimawandel und zu hohe städtische CO2-Werte will sich die Stadt Frankfurt am Main im Rahmen des Masterplans „100% Klimaschutz“ noch stärker auf innovative und umweltfreundliche Mobilitätslösungen konzentrieren. Die Wirtschaftsförderung Frankfurt hat in diesem Zusammenhang ein neues Beratungsangebot im Rahmen des dezernatsübergreifenden Pilotprojekts Nachhaltiges Gewerbegebiet aufgesetzt, um die Unternehmen bei der Einführung und der alltäglichen Nutzung der Elektromobilität zu unterstützen.

Ziel des Angebotes war es nicht nur die Unternehmen zu beraten, sondern auch zu zeigen, dass Elektromobilität in jeder Branche praktikabel ist. Eine individuelle sowie unternehmensspezifische Beratung ist dabei essentiell wichtig.

Aufgrund des Erfolges der Erstberatung wird im Jahr 2021 eine neue stadtweite Ausschreibung für interessierte Unternehmen stattfinden.

 

 

Erster! Das Handwerk fährt emobil​

Das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und Wiesbaden haben gemeinsam mit den Partnern der Fachhochschule Frankfurt am Main und den Handwerkskammern Frankfurt-Rhein-Main und Wiesbaden das Handwerkerprojekt „erster! Das Handwerk fährt emobil“ entwickelt, um den Einsatz von Elektrofahrzeugen in Handwerksbetrieben zu fördern. Bis zu 200 Elektrofahrzeuge sollen insgesamt in Frankfurt am Main (160) und Wiesbaden (40) getestet werden.Begleitet wird das Vorhaben Handwerkerprojekt durch das von der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH und der Fachhochschule Frankfurt am Main durchgeführte Bundes- und EU-Forschungsprojekt E-FACTS (Electric Vehicles For Alternative City Transport Systems). Zusammen mit den Städten Stockholm und Arnheim werden Elektrofahrzeuge in Innenstädten eingesetzt und untersucht. Neben einer umfassenden Akzeptanzforschung wird ein Masterplan für die Gestaltung eines nachhaltigen gewerblichen Stadtverkehrs erstellt. 

Das Projekt E-FACTS wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland. Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Sehen Sie sich auch unser Video​ zum Projekt an.

 

 

DB Connect – Call a Bike und e-Flinkster

Deutsche Bahn Connect bietet clever vernetzte Mobilitätslösungen aus einer Hand an. Das Leistungsspektrum reicht dabei von den Sharing-Produkten Call a Bike und Flinkster über das Mobilitätsbudget bis hin zu den DB Autohäusern.

Zum Bikesharing-System Call a Bike zählen mehr als 16.000 Fahrräder in über 70 Städten. Damit gehört Call a Bike zu den größten Bikesharing-Netzwerken Deutschlands. Elektrifizierte Räder sind zunehmend gefragt: Deshalb finden sich unter den Rädern in Hamburg sowie in Stuttgart und umliegenden Kommunen bereits Pedelecs und Lastenpedelecs. In Frankfurt am Main sind bislang ausschließlich herkömmliche Räder unterwegs, die sich durch ihre Robustheit und hohe Verfügbarkeit auszeichnen. Mit rund 1.800 Rädern im hiesigen Stadtgebiet sowie im benachbarten Offenbach gewährleistet Deutsche Bahn Connect Kunden einen stets nahtlosen Anschluss an den ÖPNV.

Flinkster ist mit rund 4.500 Fahrzeugen in über 400 Städten das größte stationsbasierte Carsharing-Netzwerk Deutschlands. Mit einer einzigen Anmeldung haben Kunden Zugriff auf das gesamte Fahrzeugangebot von Deutsche Bahn Connect und aller rund 30 unabhängigen Partner. In der Mainmetropole stehen Kunden derzeit mehr als 450 Fahrzeuge zur Verfügung, darunter 15 Elektrofahrzeuge.

 

 

Fraport AG – ​Spezialfahrzeuge mit Elektroantrieb

​Die Fraport AG​ betreibt den Flughafen Frankfurt, der mit rund 53 Millionen Passagieren und einem Frachtaufkommen von zirka zwei Millionen Tonnen jährlich zu den Top-Ten Flughäfen der Welt zählt. Zum Fraport-Leistungsportfolio gehören sämtliche Services rund um den Flughafenbetrieb. Entsprechend groß ist der Fuhrpark, der neben Spezial- und Nutzfahrzeugen auch Pkw und Busse umfasst. 

Die über 3.000 motorisierten Fahrzeuge haben an den CO2-Emissionen der Fraport AG einen Anteil von rund 15 Prozent. Rund zehn Prozent der Fahrzeugflotte der Fraport AG werden schon heute elektrisch angetrieben.

Elektromobilität am Flughafen Frankfurt

Die Fraport AG baut die Flotte der elektrisch betriebener Fahrzeuge am Flughafen Frankfurt kontinuierlich aus. Insbesondere der Fuhrpark der Bodenverkehrsdienste mit Spezialgeräten wie Palettenhubwagen oder  Förderbandwagen steht hier im Fokus. Aber auch Pedelecs und Fahrzeuge aus dem Car-Pool gehören dazu.“​

Gerade für Spezialfahrzeuge zur Flugzeugabfertigung – zum Beispiel Schlepper, Förderbandwagen oder Hubwagen – eignet sich der Elektroantrieb, da sie nur kurze Strecken zurücklegen müssen, aber den größten Teil der CO2-Emissionen verursachen.

Für ihr Umsetzungskonzept zur schrittweisen Einführung von Elektrofahrzeugen wurde die Fraport AG 2009 mit dem „eCarTec-Award“ der gleichnamigen Messe für Elektromobilität in der Kategorie „nachhaltige Mobilitätskonzepte“ ausgezeichnet. Im November 2010 hat die Fraport AG gemeinsam mit dem Energieversorger Mainova in einem terminalnahem Parkhaus die erste Stromtankstelle für private Pkw in Betrieb genommen. Darüber hinaus verfügt die Fraport AG in ihrem Betriebsbereich über geeignete Ladestationen.

Über ihre eigenen Aktivitäten hinaus versucht die Fraport AG ihren Einfluss zu nutzen, um die zügige Entwicklung innovativer Mobilitätskonzepte voranzutreiben. Diesem Zweck dient der Austausch mit zahlreichen am Flughafen tätigen Unternehmen und mit anderen Flughäfen. Im Rahmen des Projekts „ZEBRA“ („Zukunft Elektromobilität Beispielhafte Regionale Anwendungen“) arbeitet Fraport mit der Modellregion Rhein-Main- sowie dem Land Hessen zusammen.

 

 

ABGnova GmbH – ​Frankfurter Modell (Ladeinfrastruktur)

Stromtanken am Parkscheinautomaten

Das „Frankfurter Modell“ steht für das erste offene „Stromtank“-System im öffentlichen Bereich. Es wurde von den Frankfurter Unternehmen Mainova AG und ABG FRANKFURT HOLDING unter Federführung der gemeinsamen Tochter ABGnova GmbH ​entwickelt.

Das „Frankfurter Modell“ ermöglicht das Aufladen von Elektrofahrzeugen im öffentlichen Straßenraum und in Parkhäusern ohne vorherige Zulassung durch den jeweiligen Stromtankstellen-Betreiber. Weiterhin sieht das Modell die Nutzung von bestehenden Parkscheinautomaten und Parkhaus-Kassenautomaten zur Abrechnung des Parkens und des Stroms vor. Die Bedienung ist einfach und komfortabel.

Hintergrund: Stromtankstellen in öffentlichen Parkbuchten und in Parkhäusern werden von wechselnden Personen und Fahrzeugen genutzt. Während des Ladens wird für mehrere Stunden Parkfläche benötigt, die im innerstädtischen Bereich nicht kostenfrei zur Verfügung gestellt werden kann.

Nach den bisherigen Überlegungen ist zur Freischaltung der Ladesäule und Abrechnung eine Identifikation notwendig. Mit Hilfe zum Beispiel einer Chipkarte erkennt die Ladesäule die Berechtigung zur Nutzung und lädt das Fahrzeug. Die Chipkarte erhält der Nutzer vom Betreiber der Ladesäulen. Jeder Stromtankstellen-Betreiber schaltet bestimmte Chipkarten für die Ladesäulen frei. Das hat zur Folge, dass ein Elektrofahrzeug nur Ladesäulen nutzen kann, für die es zugelassen ist. Nicht nur für Transitreisende ist das eine gravierende Hürde.

Voraussetzung für die breite Nutzung der elektrisch betriebenen Fahrzeuge ist, dass die notwendige öffentliche Ladestruktur deutlich ausgebaut wird.

 

 


​bike + business. Eine Initiative des Regionalverbands FrankfurtRheinMain

bike + business​“ richtet den Fokus auf Instrumente zur Förderung des Fahrrads im Berufsverkehr. Die Tatsache, dass in der Rhein-Main-Region 70 Prozent der Pendlerdistanzen über fünf Kilometer liegen, hat eine konzeptionelle Weiterentwicklung notwendig gemacht.

Das Demonstrationsvorhaben »bike + business 2.0« zielt insbesondere auf Pendlerdistanzen von 5 bis 15 Kilometern. Möglich geworden ist dies durch die Entwicklung von Pedelecs (elektrounterstützte Fahrräder).

Untersucht wird das Umsteigepotenzial von Pedelecs im Pendlerverkehr sowie im dienstlichen Gebrauch. Es gilt im Projektzeitraum technische, infrastrukturelle und soziale Forschungsfragen zu beantworten. Dies wird über das Zusammenwirken von Herstellern, Beschäftigten und Unternehmensführungen ermöglicht.

Die „Frankfurter Strom-Tankstelle“ und ihre Filialen

Das „Frankfurter Strom-Tankstellen“-Netz ist ein kostenloses Angebot des Umweltforum Rhein-Main e.V. und seiner Mitgliedsunternehmen zur Förderung der Elektromobilität. Es bietet Solar-Tankstellen (Gelbe ST-Sonnen) und Öko-Stromtankstellen (Blaue ST-Sonnen).

Standorte:

  • traffiQ-Verkehrsinsel, Hauptwache / Zeil 129, Frankfurt am Main​
  • Frankfurter Sparkasse, Neue Mainzer Straße 47 – 53, Frankfurt am Main
  • FES GmbH, Weidenbornstraße 40, Frankfurt am Main​
  • Umweltamt, Galvanistraße 28, Frankfurt am Main
  • IG Bau, Olof-Palme-Straße 19, Frankfurt am Main
  • GIZ, Dag-Hammarskjöld-Weg 1-5, Eschborn​
  • Krebsmühle, Oberursel
​​Velotaxi Frankfurt oHG​

2004 wurde das Unternehmen Velotaxi Frankfurt von Inhaber Matthias Graf gegründet. Seit der 1. Stunde waren die Velotaxis e-mobil unterwegs. Fest eingebaute Blei-Gel Batterien sorgten für etwa 3-4 Stunden Antriebsunterstützung. 2007 stattete die SFC Energy AG aus Brunnthal/München 5 Velotaxis mit einer zusätzlichen Brennstoffzelle aus, die den Fahrzeugen zusätzliche Energie lieferte und insgesamt 2 Jahre als Pilot- und Testprojekt an Bord blieb. 2010 folgte neben den ersten unterstützenden Lithium-Ionen Batterien in einem flexiblen Batterie-Austauschsystem ein fest verbautes Solardach, um auch hier erste Erfahrungen im Testbetrieb zu sammeln. 

Auszeichnungen

​2009 erhielt Velotaxi den deutschen Bürgerpreis für sein ehrenamtliches Engagement im Klimaschutz.
20011 erhielt Velotaxi den Frankfurter Tourismuspreis


Aktuelles Projekt

In Zusammenarbeit mit dem Betreiber GreenPack Berlin entsteht in Kürze auf Engagement von Velotaxi Frankfurt und der Genehmigung des Amts für Straßenbau und Erschließung eine 1.Swobbee-Servicestation zur Vermietung der Akkus in der zentral gelegenen „Katzenpforte“.

Hier wird ein schneller Akkuwechsel (<1 Min.) möglich und garantiert eine einfache und wirtschaftliche Akkunutzung ohne lange Lade- oder Wartezeiten. Dabei ist die Swobbee Station offen für die Integration ausgewählter und weit verbreiteter Standard-Akkusysteme. Mithilfe einer App finden sich Stationen mit passenden Akkus in der Nähe, an denen dann volle Akkus für eine bestimmte Zeit reserviert werden können. Daraufhin können Nutzer*innen zur Swobbee Station fahren und einen leeren gegen einen vollen Akku tauschen.

Zielsetzung

Nach Inbetriebnahme der 1. Swobbee-Station in der Katzenpforte sollen weitere Frankfurter Standorte folgen.
Swobbee by GreenPack ist ein Battery as a Service (BaaS)-System: Eine Tankstelle / Infrastrukturlösung für die urbane Leichtelektromobilität. Leere Fahrzeugakkus werden im Handumdrehen an Akkuwechselstationen gegen vollgeladene Miet-Akkus desselben Typs getauscht. Nach erfolgreicher Einführung des dafür entwickelten, systemisch offenen GreenPack-Akkus (48V, 1,4kWh) wird der Service ab sofort erweitert, so dass auch Akkus anderer Hersteller im BaaS-System geladen werden können. Swobbe´s Slogan lautet daher – we share (different) batteries!

Die in Hessen noch einzigartigen 23 Velotaxis sind seit 16 Jahren elektromobile Umweltbotschafter der Stadt Frankfurt am Main und bringen so die Frankfurter und ihre Gäste von A nach B ohne CO2.
Immer auf der Suche nach neuen kompatiblen Ideen, verbaute Velotaxi im Frühjahr 2019 die ersten GreenPack Akkus in ihren Fahrzeugen. Sie werden derzeit noch ohne Swobbee-Wechselstation jede Nacht im Betriebshof in Frankfurt-Bockenheim mit Ökostrom geladen. Neben den Velotaxis werden auch die eigenen BRING-Lastenräder von Swobbee profitieren

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KEG mbH – „LEBENIMWESTEN​“

Mit dem Forschungsprojekt „LEBENIMWESTEN“​ (LIW) will die KEG mbH Mobilitätsketten als Produkt anbieten und übertragbare Planungsinstrumentarien zur nachhaltigen Integration von Elektromobilität in die Stadtplanung erarbeiten.

Elektromobile Angebote als Bestandteil von Mobilitätsketten können besonders in randstädtischen Wohngebieten für eine bessere Anbindung und damit der Erhöhung der Lebensqualität sorgen. Vorgesehen ist der Aufbau von Infrastrukturen verbunden mit Mobilitätsberatung und Fahrzeugverleih in vorhandenen Gewerbebetrieben, bzw. für Existenzgründer, der Aufbau einer breit gemixten Elektro-Fahrzeugflotte sowie einer geeigneten Betreiberstruktur für diese.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) für einen Zeitraum von drei Jahren gefördert. Es ist Partner der Allianz Elektromobilität der Modelregion Elektromobilität Rhein-Main.

In der eigen-finanzierten Vorprojektphase von 2011 bis 2012 hatte die KEG bereits Elektro-Transport-Räder, so genannte E-Bakfiets, angeschafft. Seit November 2013 stehen im Rahmen des Projekts Elektro-PKWs unterschiedlicher Größe, u.a. auch E-Transporter, den Bürgern leihweise zur Verfügung. An insgesamt zehn Leih- und Ladestationen können diese stunden- oder tageweise gemietet werden.

Die FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH​

​Die FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH ist das größte Entsorgungs- und Reinigungsunternehmen der Rhein-Main-Region. Als eines der ersten Public-Private-Partnership-Unternehmen der Branche gehört FES zu 51 Prozent der Stadt Frankfurt am Main und zu 49 Prozent Remondis, dem größten deutschen Entsorgungsunternehmen. Das Unternehmen erfüllt den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsauftrag für aktuell über 750.000 Frankfurter Bürgerinnen und Bürger. Dieser umfasst neben Abfallsammlung und Stadtreinigung auch die Abfallverwertung. FES betreibt dazu Anlagen für die Sortierung von Gewerbeabfällen, die Behandlung von Bioabfällen, für die Aufbereitung von Verbrennungsschlacke sowie – gemeinsam mit dem Energieversorger Mainova – ein modernes Müllheizkraftwerk. Darüber hinaus bietet die Gesellschaft viele weitere Dienstleistungen rund um die Entsorgung und Flächenreinigung für Kommunen, Industrie, Handel, Gewerbe und Privatkunden an.


 Alternative Antriebstechniken hat das Unternehmen schon unmittelbar nach seiner Gründung getestet, etwa 1997 mit Compressed Natural Gas (CNG) oder 1999 mit Liquid Natural Gas (LNG). Bis heute gibt es Erdgasfahrzeuge im Fuhrpark. Das Kapitel Elektromobilität beginnt bei FES im Jahr 2009 mit dem Kauf von elf Segways für die Qualitätssicherung der Straßenreinigung. Es folgen ab 2011 kleine Nutzfahrzeuge und Pkws für die Papierkorbleerung, für den Unterhalt der öffentlichen Toiletten und für innerstädtische Dienstfahrten. Im Nachhaltigkeitsbericht 2016 bekennt sich das Unternehmen zur E-Mobilität, die ausgebaut werden soll, um Schadstoff- und Lärmemissionen zu senken.

 
Heute umfasst der Fuhrpark fünf Pedelecs, fünf Segways, 16 Elektro-PKW und drei Elektro-Nutzfahrzeuge. Im Unternehmen gibt es 15 Schnellladestationen für E-Fahrzeuge, die letzten sechs wurden vom Hessischen Wirtschaftsministerium zu 40 Prozent gefördert (HA-Projekt-Nr.: 739/19-59). In einem Langzeitprojekt testet FES ein ebenfalls vom Hessischen Wirtschaftsministerium gefördertes, erdgas-elektrisch angetriebenes Abfallsammelfahrzeug („Silent Green“, HA-Projekt-Nr.: 523/17-05). Im Februar 2019 testete FES als erstes Unternehmen der deutschen Abfallwirtschaft mehrere Tage das vollelektrisch angetriebene Abfallsammelfahrzeug Futuricum aus der Schweiz. Drei Monate später, im Mai 2019, beantragte FES beim Bundesverkehrsministerium die Förderung für den Kauf von fünf vollelektrisch betriebenen Müllfahrzeugen. Bei der Firma Orten in Bernkastel-Kues lässt FES derzeit drei Nutzfahrzeuge, darunter ein Abfallsammelfahrzeug nachträglich elektrifizieren, ebenfalls mit öffentlicher Förderung. In diesem Fall übernimmt der Bund 40 Prozent der Kosten. Ende Oktober gibt es einen weiteren vierwöchigen Praxistest eines vollelektrisch angetriebenen Abfallsammelfahrzeugs des Herstellers Geesinknorba aus Großbritannien.

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FH FFM – Fachgruppe Verkehrsplanung und Öffentlicher Verkehr:

Forschung zur Elektromobilität in Frankfurt, Hessen und darüber hinaus​​

Die Leiterin Prof. Dr.-Ing. Petra K. Schäfer forscht mit ihren drei wissenschaftlichen Mitarbeitern zu den Themen Elektromobilität, Innovationen im Verkehr und Eventverkehr und lehrt zu verschiedenen Aspekten der Verkehrsplanung.

Ein Forschungsschwerpunkt im Bereich Elektromobilität liegt auf der sozialwissenschaftlichen Begleitforschung in der vom Bund geförderten Modellregion Elektromobilität Rhein-Main. Die Fachhochschule Frankfurt (Konsortialführerin), die Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main und das Nachhaltigkeits-Beratungsunternehmen e-hoch-3 Darmstadt haben über die gesamte Projektlaufzeit von Januar 2010 bis August 2011 alle in der Modellregion verankerten Demonstrationsvorhaben sozialwissenschaftlich begleitet. Während die FH FFM die Akzeptanz von Elektromobilität anhand quantitativer Befragungen und der Auswertung des Mobilitätsverhaltens ermittelte, führte die Goethe-Universität eine qualitative Abschätzung der Akzeptanz einer neuen Mobilitätsstruktur durch (Team Prof. Dr. Birgit Blättel-Mink). Ein Teilaspekt der qualitativen Akzeptanzermittlung wurde den wenig motorisierten Elektrofahrzeugen gewidmet (Team Prof. Dr. Martin Lanzendorf), welche in der Modellregion den größten Teil der vorhandenen Elektrofahrzeuge ausmachen. Das Unternehmen e-hoch-3 ergänzte die sozialwissenschaftliche Begleitforschung durch die Identifikation der Umweltpotentiale von Elektromobilität.


Neben der sozialwissenschaftlichen Begleitforschung ist die Fachgruppe noch in weiteren Projekten zur Elektromobilität engagiert. Beim Projekt Elektrolöwe 2010 – Der hessische Elektroautofahrer (Nachhaltigkeitsstrategie Hessen) wurde eine Analyse des Mobilitätsverhaltens der hessischen Bürger auf Basis bestehender Mobilitätsbefragungen durchgeführt, um die Einsatzmöglichkeiten von Elektrofahrzeugen in Hessen bestimmen zu können. Die in den Projekten gesammelten Erkenntnisse über die Nutzerinnen und Nutzer und deren Mobilitätsverhalten wurden zudem in eine von PricewaterhouseCoopers (PwC) erstellte Studie zum Normungsbedarf in der Elektromobilität bis 2025 eingebracht, die im Auftrag des Deutschen Instituts für Normung (DIN) angefertigt wurde.

Die Lehrtätigkeiten erstrecken sich auf die Felder Grundlagen der Verkehrsplanung, Verkehr im Ballungsraum, Qualität des Verkehrsablaufs und diverse verkehrliche Projekte in den Bachelor- und Masterstudiengängen an der Fachhochschule Frankfurt und der Hochschule RheinMain.

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Humangeographie, Fachbereich Geowissenschaften/Geographie:

Sozialwissenschaftliches Forschungskonzept zur Elektromobilität in der Modellregion Rhein-Main – Teilprojekt: Wenig-motorisierte Elektrofahrzeuge

​Da Pedelecs den größten Teil der in der Modellregion vorhandenen Elektrofahrzeuge ausmachen und als Elemente eines neuen Mobilitätssystems ein hohes Potential für Nachhaltigkeit bieten, wurde der Akzeptanz, Nutzung und Wirkung dieser wenig-motorisierten Elektrofahrzeuge besondere Aufmerksamkeit durch das Team Prof. Dr. Martin Lanzendorf mit Unterstützung der urbane konzepte GmbH gewidmet. Hierfür wurden am Institut für Humangeographie qualitativ Daten sowohl von Nutzenden in Einzelinterviews und Fokusgruppen als auch aus der Unternehmensperspektive mittels Experteninterviews erhoben.